EINLEITUNG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EINLEITUNG

 

Düsseldorf – die Stadt am Rhein rückt in jüngster Zeit neben Städten wie Berlin und New York in den Mittelpunkt einer neuen Historisierung von Kunst, Popkultur und Musikavantgarde.

Im Zuge einer Historisierung der deutschen Nachkriegszeit, die gerade auch in anderen Bereichen stattfindet, wird offenbar, wie sehr die Düsseldorfer Kunst- und Musikszene an ihrer eigenen Identität und Geschichte interessiert ist. So knüpft die aktuelle Generation von Musikern und Künstlern an die Traditionen der Stadt an und macht es besonders interessant, sich mit den Orten der jüngeren Düsseldorfer Stadtgeschichte zu befassen.

Zahlreiche Künstler, Koryphäen der Klangkunst und Bands wie Kraftwerk, DAF, Der Plan und zahlreiche Punkbands von Mittagspause über die Krupps bis hin zu den Toten Hosen haben ihren Ursprung in Düsseldorf. Dabei prägten die Musiker und Künstler die Stadt auf ihre eigene Weise und koppelten ihre musikalische und künstlerische Identität an den städtischen Raum.

Geprägt durch ihre Vergangenheit als Residenzstadt und ihre hohe industrielle Produktivität auf der einen Seite, aber auch durch ihre Rolle als Standpunkt von Verwaltungen und als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ auf der anderen Seite entwickelte sich Düsseldorf zu einer Stadt mit einer äußerst diversen Kulturszene.

Neben Malerei und anderen visuellen Kunstformen stand dabei auch immer wieder auch eine akustische Identität im Vordergrund. Sie wurde, beginnend im 19. Jahrhundert von Musikdirektoren wie Robert Schumann, über Klangkünstler wie Friedrich Trautwein, bis hin zu Krautrockern und Punks geprägt.

Mit Hilfe von Methoden der mündlichen und auditiven Geschichtsvermittlung sollen im Rahmen dieses Projektes in Form einer akustischen Archäologie die Orte zu einer auditiven Geschichte Düsseldorfs verknüpft und wieder erlebbar werden.

 

 

Konzeption und Redaktion: Bastian Schramm

Sprecher: Bastian Schramm